Zum 50-jährigen Bestehen des E-Werks Gomion entstand eine Festschrift, die Unternehmensgeschichte, Zeitgeschichte und persönliche Erinnerungen zusammenführt. Wir entwickelten dafür eine Buchgestaltung, die dem umfangreichen Material Struktur gibt und die Geschichte über Fotografie, Papier, Typografie und Veredelung auch haptisch erlebbar macht.
Aus Recherche wird ein Zeitdokument
Über ein Jahr lang durchforstete der Historiker und Kulturvermittler Manfred Schwarz Archive, sammelte Dokumente und führte Gespräche mit Zeitzeugen. So entstand ein umfangreicher Fundus aus historischen Fakten, persönlichen Erinnerungen und Fotografien.
Die Aufgabe bestand darin, diesem Material eine klare Form zu geben, ohne seine Vielfalt zu verlieren. Ausführliche Texte sollten ebenso ihren Platz finden wie historische Bilder, Dokumente und persönliche Geschichten – zugänglich genug zum Entdecken und wertig genug, um die Geschichte für kommende Generationen zu bewahren.
Wasser und Kupfer werden Teil der Gestaltung
Wir entwickelten eine reduzierte Buchgestaltung, die den unterschiedlichen Inhalten Struktur und gleichzeitig genügend Raum gibt. Fotografien, historische Dokumente und längere Textpassagen stehen nicht in Konkurrenz, sondern werden Teil eines gemeinsamen Rhythmus.
Auch Material und Verarbeitung erzählen die Geschichte weiter: Wasser als Grundlage der Energiegewinnung prägt die Gestaltung des Titels. Eine feine Kupferprägung verweist auf Kupfer als klassisches Leitmaterial der Elektrotechnik. Papier, Format, Typografie und Veredelung wurden bewusst aufeinander abgestimmt.
Mehr Buch als Jubiläumsbroschüre
Entstanden ist keine klassische Jubiläumsbroschüre, sondern ein eigenständiges Buch zwischen Festschrift, Fotoband und historischem Zeitdokument.
Historische Fotografien, Zeitzeugenberichte und fundierte Recherche verbinden sich mit der Gestaltung zu einer Publikation, die nicht nur die Geschichte des E-Werks Gomion dokumentiert, sondern zugleich technische Entwicklung und Leben im Passeiertal sichtbar macht.














